Alleycats

Schon als Student war ich von den Fahrradkurieren, und vor allem von ihren „Arbeitsgeräten“, fasziniert. Ganz gleich bei welchem Wetter sie transportieren ihre Lieferung von A nach B.

Spätestens als Wilee (Joseph Gordon-Levitt) 2012 in Premium Rush lächelnd durch die Straßen New Yorks bretterte setzte ich mich mit der Kultur der Fahrradkuriere etwas intensiver auseinander.

bike Messenger NewYork

Dabei bin ich unweigerlich auf die Alleycats gestoßen. Auf Grund der damaligen Arbeitsbedingungen, der täglichen Gefahr auf der Straße und der daraus resultierende Stress für die Fahrer wurde, im Oktober 1989 mit dem ersten „Alley Cat“ in Toronto, ein Ventil geschaffen um den Arbeitsalltag als Kurier hinter sich zu lassen.

Über die Jahre hat sich das Konzept der Alleycats über Nordamerika, Europa und Asien ausgebreitet.

Alleycats sind natürlich keine normalen Radrennen sondern stellen auf spielerische weise den Kurieralltag nach, in dem sie, je nach Veranstalter, unterschiedlichste Aufgaben lösen und Checkpoints passieren müssen.

Selbstverständlich tragen die Fahrer keine gewöhnlichen Startnummern sondern stecken sich Karten (ursprünglich Tarotkarten) zwischen die Speichen zur Identifizierung.

alleycats Race

(c) Ben Muessig

Aufgrund der potentiellen Gefahr der Rennen, die nicht immer mit den lokalen Gesetzen des Austragungsortes übereinstimmen, sind die Alleycats nicht immer völlig legal.

In einer kurzen Dokumentation mit Antonio Colomobo of Cinelli, Rebecca “Lambchop” Reilly, Fenando “KID” Rivera, und Nadir Olivet werden die Ursprünge der Alleycats in Toronto und deren Verbreitung bis heute dargestellt: